Mutter OXllane zählt 50.000 Mitarbeiter:  Decathlon-Walze will mehr als 6 Mrd. EUR 200 neue Stores wollte Decathlon Mutter Oxylane (Villeneuved/Ascq) im vergangenen Jahr eröffnen – 100 sind es geworden. In Deutschland bremsen mutige Sport- und Bikehändler die Expansionswalze: Bereits jetzt bewegt der BilligsportRiese gigantische 5,98 Mrd. EUR Umsatz – und in fünf Jahren will der überwiegend mit Eigenmarken aufgestellte Franzose seinen weltweiten Marktanteil verdoppelt haben.

Vor allem die 63 neuen der nunmehr insgesamt 537 DecathlonBilligmärkte (im Schnitt je 4.000 qm) haben dem Mutterkonzern Oxylane im Jahr 2010 eine Umsatzsteigerung von fast 10% auf 5,98 Mrd. EUR gebracht. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz nur um 1,9%. Das BruttoBetriebsergebnis betrug 132 Mio. EUR.

Die Netto-Marge sank um 30 Mio. EUR unter die “Sicherheitsgrenze” von 15 %. Obwohl die Verkaufsfläche in der Heimat Frankreich nochmals um 52.000 qm wuchs, sank laut Sozialbilanz die Arbeitszeit um 1 Million Stunden, das entspricht einem Abbau von 600 Vollzeitstellen (von denen es beim Billiganbieter bekanntlich nicht so viele gibt). Nach Eröffnung von rund 100 neuen Stores und Shops mit verschiedenen Formaten innerhalb des Konzernsdarunter 23 von jetzt 59 KoodzaShops (Hard-Discount mit 100 % Eigenmarken) – gab es in Frankreich zum Jahresende 241 (!) Decathlons, in Spanien 84 (+9), Italien 68 (+12), China 33 (+10), Polen 20, Portugal 20, Ungarn 12, Deutschland 11 (+2), Belgien 11, Brasilien 11, Großbritannien 9, Russland 8, Rumänien 5, Holland 2, Türkei 2. Indien und Tschechien hatten jeweils einen Fachmarkt.

Den weltweiten Marktanteil will Oxylane mit seinen über 50.000 “Mitarbeitern” innerhalb von fünf Jahren von derzeit 2,7 % auf über in Esslingen und Bielefeld-Sennestadt zwei neue von aktuell elf Billigmärkten. 2011 kündigt die zugeknöpfte Plochinger Zentrale zwei weitere Sportmärkte an.

Vielleicht wird in Neunkirchen noch in diesem Jahr die erste InnenstadtFiliale fertig. In vielen anderen Städten, zuletzt wurde Dormagen öffentlich, wehren sich ansässige Sport- und Bikehändler immer erfolgreicher gegen den expansionswütigen Riesen, dessen Fachmärkte im Schnitt ca. 8 Mio. EUR bewegen. Viele Politiker wissen, dass in ihrem Markt eine solche Umsatzbewegung nur durch Verdrängung bestehender Fachhändler möglich ist.

Diesbezüglich konnten “Gefälligkeits-Gutachten” der BBE und von Lademann & Partner bereits mehrmals entlarvt werden, die Decathlon deutlich kleiner gerechnet hatten, um gegnüber den bestehenden Händlern(und in den Kommunen) ungefährlich zu wirken.

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