Barfußwandern ist wohl die ursprünglichste Form des Wanderns und es wird unter anderem auch von der Deutschen Wanderjugend als äusserst gesundheitsfördernd bezeichnet. Natürlich sind unsere Füsse darauf ausgelegt, dass man ohne Schuhe oder Socken läuft, allerdings ist es vor allem am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, weil man natürlich durch den Alltag an den Füßen eher empfindlich geworden ist. Sogar das Gesundheitsministerium hat eine Empfehlung der DWJ aufgegriffen und übernohmen.

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Dabei wird dazu geraten sich am Anfang nicht zuviel zuzumuten, das heißt 2-3 Stunden sind zunächst völlig ausreichend. Bei der Auswahl des Weges sollte man vor allem auf Abwechslung des Bodenbelags achten und nicht mit dem Ziel, eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen losziehen. Achtsamkeit ist ebenfalls gefordert, sonst kann ein Tritt auf einen spitzen Stein, die Barfußwandertour schnell zu einer Tortur machen. Für Anfänger gibt es inzwischen in Deutschland zahlreiche Barfußwanderwege, die einen angenehmen und schonenden Gang versprechen. Zur Sicherheit sollte man auch immer ein kleines Erste-Hilfe-Set, das Zumindest mit Pinzette und Verbandsmaterial ausgestattet ist, im Gepäck haben und auch regelmässiges Eincremen der Füße kann die ersten Barfusswanderungen erleichtern.

Natürlich fragt man sich an der Stelle, ob diese Form der Fortbewegung wirklich sinnvoll ist. Dabei ist es tatsächlich so, dass Muskeln, Bänder, Gelenke und sogar die Wirbelsäule durch den natürlichen Bewegungsablauf gestärkt und verbessert werden. Auch sorgt der Hutkontakt mit dem Boden für eine intensivere Blutzrikulation und kann Beschwerden in dieser Richtung vorbeugen.Nebenbei wird natürlich noch das Immunsystem deutlich aufgemöbelt.

Neben den körperlichen Vorteilen, betonen Barfusswanderer die positiven Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden. Dadurch, dass die Reflexzonen massiert werden, fühlt man sich entspannter und kann Stress noch schneller abbauen als bei normalen Wander- und Trekkingtouren. Regelmässige Barfußgänger berichten gar von einem sehr sinnlichen Erlebnis.

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Aller Anfang ist schwer, daher sollte man sich nicht wundern, wenn einem nach dem ersten Barfußwandern durch Schmerz und Muskelkater erst einmal die Lust vergangen ist, diese Fortbewegungsart weiter zu praktizieren. Aber wer sich durchbeisst und am Ball bleibt, der wird sich vielleicht begeistern lassen und auf derartige Wandertouren öfters zurückgreifen.

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