Wer eine abenteuerliche Wildniswanderung erleben möchte muss nicht um die halbe Welt reisen. Schwer zugängliche Schluchten an der Donau, versteckte Waldhänge im Allgäu. Outdoorerlebnisse lassen sich auch hier finden. Erfahrene Scouts und Wildnisführer bieten organisierte Touren oder Camps an, wo man hautnah mit der Natur in Kontakt kommt.

Wildniswandern im oberen Donautal:

Solch eine Wanderung bietet Matthias Blaß aus Freiburg an. Seit acht Jahren organisiert er Kurztrips in die Wildnis u. a. in Skandiavien, auf Korsika und in den deutschen Mittelgebirgen. In überschaubaren Gruppen geht es wenige Tage lang durch unberührtes Gelände, dabei benötigt er keinen Kompass, um den richtigen Weg zu finden. Er erkennt sieben Typen des Vogelalarms und zeigt den Nachwuchs-Wildläufern wie man eine robuste Nylonplane als Regenschutz in der Landschaft spannt. Anfänglich mag der 12 kg Rucksack noch ungewohnt sein und die Aussicht sich drei Tage lang von Energieriegeln, Tütensuppen und aufgekochten Gemüse zu ernähren, wirkt nicht gerade berauschend. Aber bald schon stellt man fest das dies alles gar nicht so schlimm ist.

Allgäu-Scout:

Eins sein mit der Natur, die Signale der Natur verstehen und deren Ressourcen schonend nutzen. Stefan Koch hat die alten Lebensweisheiten für sich entdeckt und bringt sie auch anderen durch seine Allgäu-Touren bei. Die Teilnehmer seiner Kurse kommen mit auf die Reise zum Einklang der Natur. Dabei verzichten sie auf jeglichen Luxus der heutigen Zeit: es gibt keine Dusche, keine Matratze und kaum Fleisch auf der Speisekarte. Dafür erhält man aber viele Gelegenheiten zum Nachdenken. Wenn man ohne Kompass unterwegs ist, auf einem Haufen Laub schläft und sich ohne moderne Hilfsmittel einen Bogen baut, bekommt neuen Resepkt und Erkenntnisse über die Natur und seine Umgebung.

Das Konzept der Wildnis-Schulen:

Fast alle Wildnisschulen, die es in Deutschland gibt, orientieren sich an den Lebensformen und der Lebensphilosophie der amerikanischen Waldläufer, wie sie an der Tracker School von Tom Brown jr. und seinem Freund Stalking Wolf, einem Ältesten der Lipan-Apachen, gelehrt werden. Ziel der Ausbildung ist die durch die moderne Zeit, verkümmerten Sinne und Instinkte wieder zu wecken und zu schulen. Grundlage sind dabei die indianischen Überlebensstrategien und über Generationen weiter überlieferte Weisheiten. In Wildnisschulen erhalten Kursteilnehmer die Möglichkeit, sich für einige Tage ganz auf sich gestellt, der Natur auszuliefern.


Kontakte:

Wildniswandern, Matthias Blaß
Wilonstr. 24, 72072 Tübingen, Weilheim
Tel. 0 70 71/25 67 30
www.wildniswandern.de

4 Tage Wildniswandern inkl. Führung, Biwakgebühren, Gruppenausrüstung und Grundverpflegung ca. 195 €.

Allgäu-Scout, Stefan Koch
Jahnstr. 5 a, 87517 Sonthofen
Tel. 0 83 21/80 04 81
www.allgaeuscout.de

Vielfältiges Kursangebot vom dreitägigen Waldläuferwochenende mit Fährtenlesen ab ca. 200 € bis zum spirituellen Jahreskreisfest.

Voraussetzungen: Mindestalter 16 Jahre, Offenheit, Schlafsack und Isomatte mitbringen.

Essen und Unterkunft: Ruhig und mit Traumblick auf die Bergwelt logiert man im Gästehaus Hasler, Hinang 54, 87517 Sonthofen, Tel. 0 83 26/72 95, www.gäestehaus-hasler.de

Vier rustikal eingerichtete Doppelzimmer und eine Ferienwohnung.

Feinwürzige Käsespezialitäten aus der Milch von gesundem Allgäuer Braunvieh produziert u. a. die Bergbauern-Sennerei Hüttenberg
87527 Ofterschwang
Tel. 0 83 21/54 54

waldAbenteuer Wildnis

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Ein Kommentar zu “Abenteuer Wildnis – Erlebniswandern”

  1. Strasser sagt:

    Ich kann die 4 Tage Wildniswandern nur empfehlen, waren letztes Jahr dort.

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